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Am Beiratstreffen Digitale Schweiz vom 1. Dezember 2025 stand der Austausch über die Chancen und Potenziale der Nutzung und Veröffentlichung von Open-Source-Software im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden waren sich einig: Open Source ist ein zentraler Pfeiler der digitalen Souveränität und soll künftig noch stärker gefördert werden. Das Treffen wurde von Bundeskanzler Viktor Rossi geleitet.
Um den Mehrwert und insbesondere die Wiederverwendbarkeit von Open-Source-Software besser zu nutzen, ist eine Übersicht über bestehende Lösungen entscheidend. Zu diesem Zweck hat der Bund unter opensource.admin.ch einen zentralen Katalog für Open-Source-Software aufgebaut. Der Katalog bietet eine Übersicht über die seit dem 1. Januar 2024 von den Bundesbehörden entwickelte und als Open Source veröffentlichte Software. Der Katalog wird laufend erweitert und beruht auf dem internationalen «Standard for Public Code», der auch von der Europäischen Union eingesetzt wird.
Ziel ist es, eine wachsende Sammlung frei nutzbarer Software bereitzustellen und diese gemeinsam mit der Community aus Open-Source-Organisationen und Unternehmen weiterzuentwickeln. Damit fördert der Bund Transparenz, Effizienz und die Wiederverwendung von Software. Dies ist im Sinne des Prinzips «Public Money, Public Code».
Die Schweizer Behörden haben im Bereich Open Source eine gute Ausgangslage. Dies weil sie seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben EMBAG über eine gesetzliche Regelung verfügen. Dadurch wird Software, die der Bund zur Erfüllung seiner Aufgaben entwickelt oder entwickeln lässt, grundsätzlich veröffentlicht. Kantone, Gemeinden und weitere Interessierte können diese Lösungen kostenlos nutzen, weiterentwickeln und weitergeben.
Derzeit ist jede Bundesbehörde selbst dafür verantwortlich, ihren Quellcode zu veröffentlichen. Am Beiratstreffen Digitale Schweiz vom 1. Dezember 2025 wurde deshalb angeregt, eine zentrale «Open-Source-Fachstelle» zu schaffen. Diese könnte die Departemente und Ämter fachlich bei der Veröffentlichung von Software unterstützen, Synergien nutzen und damit insgesamt Kosten einsparen.
Open Source trägt wesentlich zur digitalen Souveränität der Bundesverwaltung und damit der Schweiz bei. Eine breite Verfügbarkeit und die Nutzung unabhängig entwickelter Softwarelösungen stärken die digitale Unabhängigkeit nachhaltig. Um die digitale Souveränität der Bundesverwaltung zu stärken, hat beispielsweise die Bundeskanzlei mit dem «Proof of Concept der Büroautomation durch Einsatz von Open-Source-Software BOSS» eine praktische Machbarkeitsstudie lanciert. Diese bereitet den Weg für eine Büroautomationsumgebung mit Open-Source-Software: Zum einen als Notfallersatz bei einem möglichen Ausfall von Microsoft 365 und zum anderen für die laufende sichere Bearbeitung von Dokumenten mit schützenswerten Inhalten. Erste Ergebnisse und daraus abgeleitete Empfehlungen sind für Mitte 2026 zu erwarten.
Das sind die Beiratstreffen Digitale Schweiz
An den Beiratstreffen Digitale Schweiz tauschen sich Mitglieder des Bundesrates und Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft zu Themen der digitalen Transformation aus. Die Treffen finden mehrmals jährlich in wechselnder Zusammensetzung statt, jeweils unter dem Vorsitz eines Mitglieds des Bundesrates oder des Bundeskanzlers. Der Bundesrat bestimmt jährlich Fokusthemen der Strategie Digitale Schweiz. Zu jedem Fokusthema findet ein Beiratstreffen statt. Diese ergänzen den Ausschuss «Digitalisierung und IKT» des Bundesrates. Organisiert werden die Beiratstreffen Digitale Schweiz durch den Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung DTI der Bundeskanzlei.
Das nächste Beiratstreffen Digitale Schweiz findet am 10. Februar 2026 über das «Fokusthema Künstliche Intelligenz» statt.
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