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Tracker in KI-Chatbots: Wenn vertrauliche Gespräche zur Werbeware werden

08 Okt, 2026 | IT-Sicherheit, KI | Return|

Millionen Nutzer behandeln KI-Chatbots wie ein vertrauliches Gespräch unter vier Augen. Eine neue Studie von Forschenden des spanischen Instituts IMDEA Networks zeigt, dass dem technisch nicht so ist: Alle neun untersuchten KI-Dienste — darunter ChatGPT, Claude, Gemini, Grok und Copilot — verbinden sich mit Werbe- und Tracking-Diensten. Bei mehreren flossen sogar Angaben aus den Chats selbst an Dritte.

Was die Studie untersucht hat

Das Forschungsteam analysierte im Mai 2026 die Web-Clients von neun grossen Conversational-AI-Anbietern sowie acht Android-Apps. Gemessen wurde der Netzwerkverkehr unter verschiedenen Bedingungen: als Gast, mit Gratis- und Bezahl-Konto, mit akzeptierten und abgelehnten Cookies. Die Testfragen betrafen bewusst sensible Gesundheitsthemen, etwa Symptome einer Parkinson-Erkrankung. Die Arbeit ist für das Privacy Enhancing Technologies Symposium (PoPETs) angenommen, die endgültige Veröffentlichung steht noch aus.

44 Drittanbieter in neun Diensten

Das Ergebnis ist eindeutig: Insgesamt identifizierte die Studie 44 Drittanbieter-Organisationen, und jeder einzelne der neun Dienste kommunizierte mit mindestens einem Werbe- oder Tracking-Dienst. Am weitesten verbreitet war Google mit Analytics, Ads und Tag Manager, dahinter folgten Meta, Datadog und Intercom. Bei einigen Diensten waren sogar Tracker von TikTok und X aktiv.

Chatinhalte landen bei Dritten

Besonders gravierend: Bei sechs von neun Web-Diensten erhielten Drittanbieter Angaben, die direkt mit der Unterhaltung zusammenhängen — etwa automatisch erzeugte Chat-Titel, Prompts oder Permalinks. Ein Titel wie «frühe Parkinson-Symptome» allein kann sensitive Informationen verraten. Beim auffälligsten Fall, Grok, löste eine einzige Unterhaltung Datenflüsse zu sieben Werbe- und Analyse-Diensten aus, darunter Meta, TikTok und Google Ads — teilweise serverseitig, also für Browser-Blocker unsichtbar.

Öffentliche Links und Canary-Tokens

Mit Canary-Tokens — speziellen Links, die Zugriffe melden — wies das Team nach, dass Permalinks von Grok-Unterhaltungen ohne Anmeldung abrufbar waren und später von 70 IP-Adressen aus 14 Ländern aufgerufen wurden, teils Tage nach dem Gespräch. Wer einen solchen Link teilt, kann nicht kontrollieren, wer ihn liest.

Auch Abo und Cookie-Ablehnung schützen kaum

Ein Bezahlabo entfernte die Tracking-Infrastruktur nicht: Gratis- und Premium-Nutzer wurden weitgehend von denselben Drittanbietern erfasst. Und nach dem Ablehnen aller nicht notwendigen Cookies blieben noch 80,8 Prozent der erkannten Tracker aktiv. Die spanische Datenschutzbehörde AEPD hat den Fall inzwischen bei den europäischen Aufsichtsbehörden auf die Tagesordnung gebracht; die Forschenden sehen mögliche Konflikte mit DSGVO und EU AI Act.

Was Schweizer KMU daraus mitnehmen

Für Unternehmen gilt: KI-Chats nicht als vertraulich behandeln und keine personalen oder geschäftssensiblen Daten eingeben, die für die Antwort nicht zwingend nötig sind. Öffentliche Teilen-Links bei sensiblen Gesprächen vermeiden, nicht notwendige Cookies ablehnen und Tracking-Blocker einsetzen — auch wenn das gegen serverseitiges Tracking nur begrenzt hilft.

META10 Secure AI: Daten bleiben unter Ihrer Kontrolle

Genau hier setzt META10 Secure AI an: Mit Secure Chat, Secure Search und Secure Agents arbeiten Ihre Teams produktiv mit KI — während die Daten absolut vertraulich behandelt werden. Sie verlassen nie die eigene KI-Infrastruktur von META10 in der Schweiz und werden nie für Training oder Werbung verwendet. Absoluter Datenschutz ist dabei kein Zusatzversprechen, sondern Architektur: Die KI läuft im eigenen Schweizer Rechenzentrum in Baar, ohne US-Hyperscaler und ohne Übertragung an externe KI-Anbieter — mit garantierten Standards nach DSGVO und EU AI Act.

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