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26Aug

Der Wirtschaft fehlen Datenprofis»: Warum Weiterbildung für Schweizer KMU zum strategischen Wettbewerbsvorteil wird

26 Aug, 2026 | KMU, KI | Return|

Der Mangel an Fachkräften für Daten und Künstliche Intelligenz KI ist in der Schweizer Wirtschaft deutlich spürbar geworden. Wie Bildung-Schweiz.ch berichtet, fehlen Betrieben zunehmend Mitarbeitende mit Daten- und KI-Kompetenz. Gleichzeitig zeigt ein Automatisierungscheck des «Tages-Anzeiger», welche Berufe besonders betroffen sind. Für Klein- und Mittelunternehmen KMU wird gezielte Weiterbildung damit zu einer der wirksamsten Antworten auf den Fachkräftemangel.

Einordnung

Der Befund ist nicht neu, aber die Dringlichkeit nimmt zu. Unternehmen aller Branchen setzen zunehmend datengetriebene Prozesse und KI-Werkzeuge ein, finden auf dem Arbeitsmarkt jedoch kaum spezialisierte Fachkräfte dafür. Für grosse Konzerne mit eigenen IT-Abteilungen ist das ein Kostenproblem. Für kleinere Betriebe, die selten eigene Datenspezialistinnen und Datenspezialisten beschäftigen, stellt sich die Frage grundsätzlicher: Wie lässt sich Datenkompetenz überhaupt aufbauen, wenn Rekrutierung keine realistische Option ist?

Zentrale Entwicklung

Laut Bildung-Schweiz.ch betrifft der Mangel an Datenprofis inzwischen praktisch alle Branchen und Betriebsgrössen. Parallel dazu hat der «Tages-Anzeiger» in einem Beitrag rund 350 Berufe danach eingeordnet, wie stark sie sich automatisieren lassen. Der Befund zeigt: Nicht jede Tätigkeit wird ersetzt, aber viele Aufgaben verändern sich, weil KI-Werkzeuge Routinearbeiten übernehmen. Auch swissinfo.ch ordnet diese Entwicklung als strukturellen Wandel des Schweizer Arbeitsmarkts ein, nicht als kurzfristigen Trend.

Auswirkungen für Betriebe

Für Unternehmen ergeben sich daraus zwei parallele Herausforderungen. Erstens fehlt oft das Wissen, wie Daten sinnvoll ausgewertet und KI-Werkzeuge sicher eingesetzt werden. Zweitens wächst die Unsicherheit bei Mitarbeitenden, ob ihre Tätigkeit durch Automatisierung verändert oder ersetzt wird. Beides lässt sich nicht durch neue Software allein lösen, sondern nur durch systematischen Kompetenzaufbau im bestehenden Team.

Kritische Einordnung

Der Fachkräftemangel bei Datenprofis wird in den Medien oft als reines Rekrutierungsproblem beschrieben. Das greift zu kurz. Auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren KMU um dieselben wenigen Spezialistinnen und Spezialisten wie Grosskonzerne — mit deutlich geringeren Löhnen und Ressourcen. Wer auf Neueinstellungen wartet, verliert wertvolle Zeit. Realistischer ist ein pragmatischer Ansatz: bestehende Mitarbeitende gezielt weiterbilden, klare Verantwortlichkeiten für den Umgang mit Daten und KI definieren und Werkzeuge einführen, die ohne tiefes technisches Fachwissen bedienbar sind.

Bedeutung für Schweizer KMU

Für KMU bedeutet dies konkret: Datenkompetenz muss nicht importiert, sondern kann im eigenen Betrieb aufgebaut werden. Wichtig ist dabei ein realistischer Umgang mit Informationstechnologie IT und Datenschutz, gerade weil viele datensensitive Betriebe mit besonders sensiblen Personendaten arbeiten. Wer Mitarbeitende befähigt, statt sie durch Automatisierung zu verunsichern, stärkt zugleich die Motivation im Team.

Praktische Konsequenz

Für die Geschäftsleitung eines KMU lohnt sich ein einfacher erster Schritt: eine Bestandsaufnahme, wo im Betrieb bereits mit Daten und KI-Werkzeugen gearbeitet wird und wer dafür zuständig ist. Darauf aufbauend lassen sich gezielte Schulungen planen, die nicht auf einzelne Spezialistinnen und Spezialisten setzen, sondern auf ein breiteres Grundverständnis im ganzen Team. So wird aus einem strukturellen Mangel eine kontrollierte, schrittweise Entwicklung — mit klarem Nutzen für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

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